Mein Wein der Woche – Überraschungsgast Riesling von der Mosel


Mein Wein der Woche – Überraschungsgast Riesling von der Mosel
Mein Wein der Woche ist ein wahrer Überraschungsgast – ein Riesling von der Mosel, in kroatien getrunken

…momentan verbringe ich meinen Urlaub wieder einmal im schönen Kroatien. Des Volkes Stimme sagt: der Wein schmeckt im eigenen Land immer am besten. Ich sage: stimmt nicht! Deutsche Weine und insbesondere Moselgewächse schmecken überall…

Näheres zu meinem Gast im Glas heute

2014 meierer riesling
feinherb – 11% vol Alkohol
Kesten, Mosel

Ein helles Goldgelb umspült die Wand meines Glases. In der Nase eine deutliche Bodenprägung – nasser Stein, Mineralität, zitrisch, leicht nussig, Anklänge von Akazienhonig.
Am Gaumen überrascht mich eine glockenklare Säure, die sich mit der Mineralität ein tänzelndes Spiel an meinem Gaumen liefert. Feine bittere Noten begleiten die karamellisierten Orangenzesten und betonen den zitrisch-nussigen, recht langen Abgang.
Denk ich an feinherb, so denke ich an eine zumindest spürbare Restsüsse. Weit gefehlt bei meinem Gast im Glas, denn er überrascht mich mit dieser glasklaren, lebendigen, erfrischenden Note – erinnernd an eine im klaren Wasser juchzenden Forelle, die fröhlich ihre Sprünge macht.

Schlussendlich bleibt mir zu sagen: einen solchen Wein kann nur die Mosel! Vergleichbare Weine können aufgrund von Bodenbeschaffenheit, Klima, Topografie und letztlich dem Handwerk der Winzer weltweit nicht produziert werden…

Gegessen habe ich einen Thunfisch, puristisch auf seinen ihm ganz eigenen Geschmack zubereitet. Seine Begleitung war ein frischer Salat mit einem hochwertigen kroatischen Olivenöl, Balsamico, Fleur de Sel, Pfeffer, Agaven Sirup…  Forelle Blau hätte auch bestens dazu gepasst!