no-knead-bread mit Manitobamehl


no-knead-bread mit Manitobamehl
fast ein grundnahrungsmittel in der b.e.w-küche ist das no-kead-bread mit Manitobamehl

Wer mich kennt weiß, dass ich gerade auch bei meiner Ernährung auf die Qualität der Produkte achte. Dabei nehmen Artenvielfalt, Artenerhalt und Nachhaltigkeit einen besonderen Raum ein.

Ich habe die berechtigte Hoffnung, dass bei vielen von uns CORONA nicht nur schlechte Erinnerungen haben wird. Diejenigen, die diese unfreiwillig gewonnene Zeit nutzen und sich einmal mit der Ernährung intensiver auseinandersetzen, werden einen hohen Mehrwert für die Zukunft und ihr Wohlbefinden erfahren.

Seit rund 3 Jahren backe ich mein Brot selbst. Vor einigen Monaten stieß ich zufällig auf das Buch Brot meines kulinarischen Freundes Heiko Antoniewicz und konnte mir eines der letzten Exemplare dieser Auflage sichern. Es bietet neben tollen Backrezepten auch viel Informationen über die Herstellung von Aufstrichen, Snacks & Fingerfood, dem Kochen mit Brot bis hin zu alten und selten gewordenen Mehlsorten. Grundrezepte wie Vinaigrettes oder Fonds haben hier ebenfalls ihren Platz gefunden.

In besagtem Buch geht es auch um alte, uns meist unbekannte Mehlsorten und ihre Verwendung. Beim Schmökern bin ich dann u.a. auf Manitobamehl gestoßen. Es ist nicht leicht zu beschaffen und ich war sehr lange auf der Suche danach. Ich habe es bei einem weiteren kulinarischen Freund gefunden.

Manitobamehl stammt aus einer kanadischen Prärieprovinz und wird aus sogenannten Eliteweizensorten gewonnen. Der hohe Mineralstoffgehalt entspricht dem Mehltyp 550. Es hat einen hohen Klebergehalt und eignet sich besonders für Brote mit einer langen Teigführung und wenig Hefe, wie zum Beispiel Ciabatta oder Pizza. Es besitzt den höchsten natürlichen Glutenanteil und seine Teige haben ein starkes, dehnbares Gerüst.

Für mich hat Backen etwas Meditatives. Im Laufe der Zeit habe ich schätzen gelernt, dass ein selbst gebackenes Brot durch nichts zu ersetzen ist. Und wen wundert es da, dass am Wochenende in meiner B.E.W-Küche Brotbackzeit ist. Dabei spielen Brotbackmischungen keinesfalls eine Rolle. Wenngleich ich jedem „Anfänger“ eine solche empfehlen würde, sozusagen als Einstiegsdroge. Ja, Droge umschreibt es treffend. Denn wen einmal die Leidenschaft des Brotbackens gepackt hat, der kann nicht mehr von ihr lassen. Und der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Es gibt ein Brot, das darf nie in meiner Brotbox fehlen. Das ist das sogenannte „no-knead-bread“. Du brauchst nicht viel, du benötigst nur Zeit. Hier das Rezept:

Manitobamehl

Zutaten

  • 3 Tassen Mehl
  • 1,5 Tl Salz
  • 0,5 Tl Trockenhefe
  • 1,5 Tassen Wasser

Zubereitung

Mehl, Salz und Hefe gut in einer Schüssel miteinander vermischen. Das Wasser nach und nach zugießen und alles 1 Minute gut vermischen.

Abgedeckt 18 Stunden gehen lassen.

Manitobamehl

 

 

Manitobamehl

Gusseisernen Topf in den Backofen stellen und auf 250° erhitzen.

Den Teig auf eine bemehlte Fläche geben und viermal wie ein Kuvert von unten nach oben, von links nach rechts falten. Der Einfachheit halber gebe ich den Teig immer auf ein Backpapier und werfe es dann in den heißen Topf.

Backzeit: Bei geschlossenem Deckel 30 Minuten und dann bei offenem Deckel weitere 15 Minuten backen.

 Meine Empfehlung: Ein gutes Olivenöl mit Fleur de Sel mischen – trinken würde ich dazu einen Weißwein mit wenig Säure! Guten Appetit…