b.e.w trifft – Christian Sturm-Willms – den Aromen-Papam


b.e.w trifft – Christian Sturm-Willms – den Aromen-Papam

Seit mehreren Jahren begleite ich den Wettbewerb Koch des Jahres und begebe mich gerne behind the scenes, um den Talenten über die Schultern zu schauen. Neben einer hochkarätigen Jury treffe ich auch auf die Chefs, die bereits in den Vorjahren Sieger des Wettbewerbs waren. Sie lassen es sich nicht nehmen, ihren jungen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Drei Chefs haben den begehrten Titel mittlerweile erkochen können – und sie sind für mich die 3 Musketiere des sogenannten fine dining. Einer davon ist Christian Sturm-Willms, den ich gleichermassen wie die anderen beiden schätze. Mich führt also mein Weg in die alte Bundeshauptstadt nach Bonn, direkt ans Rheinufer. Ich freue mich auf diese Reise – denn schließlich habe ich viele Jahre dort zu Regierungszeiten ein wissenschaftliches Institut geleitet. Bonn hat sich verändert. Ich erlebe eine Stadt mit leicht internationalem Flair. Ganz anders, als ich es noch in Erinnerung hatte. Ich betrete das beeindruckende Designer-Hotel KAMEHA Grand Bonn. Ein 5-Sterne-Hotel, wie ich es bisher nur in den USA erlebt habe. Auf dem sogenannten Roof befindet sich das *-Sterne-Restaurant YUNICO, in dem ich mit dem Chef verabredet bin. Das YUNICO ist im 5.Stockwerk mit grosser einladender Dachterasse und direktem Blick auf den Rhein. Hier wird authentisch japanische Kochkunst mit mediterranen Einflüssen geboten. Aktuell ist es wiederholt mit 16 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet. Im Januar 2016 leitete Sturm-Willms bereits 5 Jahre das Gourmet-Restaurant und erkochte sich mit seiner Mannschaft 2015 den ersten Michelin Stern. Fine-Dining und Modernität spiegeln sich hier wider.

Ich freue mich auf das Treffen mit *Sternekoch Christian Sturm-Willms, dem Gewinner der zweiten Staffel von Koch des Jahres. Sturm-Willms ist ein Menschenfänger. Ich möchte behaupten, dass wenige Menschen seinem Charme nicht erliegen. Sein jungenhaftes, ehrliches Lachen eilt ihm voraus. Ich erlebe ihn engagiert und äußerst eloquent…


Er weiß seine Gäste zu binden, begrüßt und verabschiedet sie persönlich, dazwischen wird gekocht und der eine oder andere Gang auch noch persönlich dem Gast serviert. Er bedient sich einer großen, von hoher Qualität getragenen Produktvielfalt und verrät mir, dass sein Sushi-Meister täglich rund 9 verschiedene frische Fischsorten plus 4 Sorten Krustentiere und Muscheln im Programm vorrätig hält. Das heißt, dass sich auch der Backstage-Bereich aus dieser Produktpalette bedienen kann. So bietet das YUNICO seinen Gästen eine dynamische Küche mit vielen unterschiedlichen Gerichten. Die Speisenkarte wird 3 mal pro Jahr komplett geändert und saisonal angepasst.

YUNICO bedeutet EINZIGARTIG, und einzigartig sind für CSW (wie er liebevoll in der Kochszene genannt wird) auch seine Gäste. Er gibt selbstverständlich auch mal 10% mehr, als seine Gäste von ihm erwarten. Seine Gäste kommen gerne mehrfach im Jahr wieder. „Dies ist heute der richtige Weg in der Gastronomie!“ so seine Überzeugung.

Stolz präsentiert CSW mir seinen ChefsTable. Hier werden 8 – 12-Gang-Tasting-Menüs serviert, die große Anerkennung finden. Der Chef serviert persönlich und schöpft dabei immer wieder aus der gesamten Produktpalette. Und die kulinarischen Kreateure  lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen. An diesem ChefsTable entwickelt Sturm-Willms mit seinem Team die Gerichte, die letztlich auf die Karte kommen.

Ich lasse mich auf das Ü-Menü (Überraschungsmenü) ein. Übrigens, das Gewinnermenü aus seiner Staffel Koch des Jahres. Meine persönlichen kulinarischen Highlights an diesem Abend waren:

Gänseleber mit Flussaal, Apfel-Dashi-Sud, Bauernbrot und Dattel-Schalotten-Marmelade
Gänseleber mit Flussaal, Apfel-Dashi-Sud, Bauernbrot und Dattel-Schalotten-Marmelade
Reh
Reh mit Nuss-Crumble, Teriyaki, Rösttomaten-Fregola, Hokkaido-Kürbis Shimeji-Pilze und schwarzer Knoblauch

Ein Abend voller kulinarischer Highlights erwartet mich. Kompositionen, wie ich sie mir bisher nicht vorstellen konnte. CWS kennt die japanische Küche ebenso wie gut wie sein Kollege Tim Raue. Beide sind bekanntermassen Kenner der Szene. Beide sind gleichermassen fasziniert von den Möglichkeiten, mit denen die Gaumen der Genießer aus der fernöstlichen Welt verwöhnt werden können.

An diesem Abend habe ich Christian Sturm-Willms einen Titel verliehen: Aromen-Papam – der Aromen-Papst.

Wer einmal die Kunst dieses leidenschaftlichen Ausnahmetalents erleben will, der gehe hin und lasse sich mit einem IRASSHÁIMASE herzlich Willkommen heißen.

 

Und hier geht’s direkt ins Restaurant…

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